Oesterreichischer Alpenverein

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Foto: OEAV

Foto: Leiter P.

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Unterwegs vom Pustertal zum Plöckenpass

04.02.2004  H. G.

 

Auf den Spuren der Karnischen Front

 

Ein Buch von Gabriele und Prof. Walther Schaumann

 

 

Das interessante Buch der Bestsellerautoren gibt viele Informationen zu den Geschehnissen zur Zeit des 1. Weltkrieges zwischen Pustertal und Plöckenpass. Dazu die wichtigsten Routen - und Tourenvorschläge zum Erfahren und Erwandern des wunderschönen Gebietes.

 

 

 

Zum Buch

 

Ende des 19.Jahrhunderts begannen die Bergsteiger langsam auch die Karnischen Alpen zu entdecken. Im Ersten Weltkrieg wurde auch dieses Gebiet bis zu den höchsten Gipfeln zur Front, an der Tausende ihr Leben lassen mussten. 1918 blieb eine vom Krieg verwüstete und gezeichnete Landschaft zurück. Erst allmählich traten wieder normale Verhältnisse ein. Aus Frontsteigen wurden Höhenwege, aus Kriegsbaracken Biwaks.

1938 unterbrach der Zweite Weltkrieg jäh jede weitere Entwicklung, schlagartig wurden die Karnischen wieder zu einsamen Bergen. Als 1945 der Krieg endete, waren viele Hütten am Karnischen Kamm geplündert und in Flammen aufgegangen.

Erst nach dreißig Jahren gelang es den Höhenweg wieder zu neuem Leben zu erwecken, dort wo die Landschaft und ihre Geschichte eine Einheit mit starker Aussagekraft bilden.

Die Tourenvorschläge in diesem Buch führen zu den auch heute noch sichtbaren Spuren, die der Gebirgskrieg hinterlassen hat. Im historischen Teil werden nicht nur die Ereignisse an der Karnischen Front ausführlich behandelt, sondern auch jene Anforderungen und Schwierigkeiten geschildert, mit denen Soldaten beider Seiten schon allein durch alpines Gelände und Klima konfrontiert wurden.

Die sich aus dem Fortfall von Zollgrenzen und militärischen Sperrgebieten ergebenden teilweise Änderungen an der Trassenführung des Karnischen Höhenweges bieten den Bergsteigern jetzt die Möglichkeit, ohne allzu größerer Höhenverluste auf der Südseite des Karnischen Kammes ihr Ziel zu erreichen. Alle sich daraus ergebenden Veränderungen sind in diesem Band auch berücksichtigt.


 

 

Die Autoren

 

Walther Schaumann war Bergsteiger, ehemaliger Berufssoldat, Historiker sowie Initiator der "Friedenswege". Ab 1973 leitete er die Arbeiten der Dolomitenfreunde an den Friedenswegen sowie seit 1992 das "Museum 1915 - 1918 Vom Ortler bis zur Adria" in Kötschach - Mauthen und das große Freilichtmuseum des Gebirgskrieges im Raum Plöckenpass.

Er war über 50 Jahre zwischen Ortler und Isonzo unterwegs, zuerst allein, dann gemeinsam mit seiner Frau Gabriele. Mehr als zehn Bücher, die sich mit den Bergen und ihrer Geschichte befassen, sind von ihm erschienen. So war es nur natürlich, dass das Ehepaar nicht nur weitere gemeinsame Wege ging, sondern dass sie auch gemeinsam als Autoren zur Feder griffen und das vorliegende Buch beim Hermagoras - Verlag in Klagenfurt veröffentlichten.


 

 

Die Buchpräsentation

 

Am 24.September 2003, um 19:00 Uhr fand in der Hauptschule Sillian, im Mehrzwecksaal die Vorstellung des neuen Buches von Gabriele und Prof. Walther Schaumann statt. Mehr als 80 Besucher und zahlreiche Journalisten erlebten eine brillante Präsentation von Herrn Prof. Schaumann, Herrn Filipic vom Verlag Hermagoras und Herrn Pettauer, ehem. Oberst beim Österreichischen Bundesheer! "Wege die einst Fronten trennten und uns heute Verbinden" wurden von Gabriele und Prof.Walther Schaumann in einer Buchreihe eindrucksvoll beschrieben. Die Alpenvereinssektion Sillian als Veranstalter der Buchpräsentation bedankte sich bei allen Besuchern dieser gelungenen Veranstaltung.


 

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E-Mail: sillian@sektion.alpenverein.at

www.sillian-sued-oeav.at :  Holzer Gerhard  H.G.

 

Panoramabild "Winterlandschaft": OeAV Portal

(Sommerbild "Sextener Dolomiten": Viertler Hannes)

 

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